© Wersi Verona

......bei den alleinige Gedichten ist das ©Copyright bei ©Otmar Kierstein.......Danke noch mals dafür.Bei den Bildern ©Günther Schellenberg ©Alfred-M ©Otmar Kierstein

Die Fahrt mit MS „ ANNA OLDENDORFF“ nach Archangelsk

1. Teil
Schon von weitem sieht man den Hafen –
Das Holz schoen im Ouadrat gepackt –
oder unter schuetzenden Daechern –
Regensicher eingestellt –
Holz aus allen Herren Laendern –
Bretter – Balken – Staemme gar –
kommen aus den Afro – Laendern –
Oder aus Suedamerika.

Hier werden sie nun umgeladen –
umgeschichtet – umgepackt –
und oft in naechtlichen Aktionen –
in Europas Laender weiter gebracht.

Mit hoher Fahrt, faehrt das Taxi –
durchs grosse Tor in den Hafen ein –
und schon sieht man in buntem Reigen –
der Schiffe Masten –
in den Himmel steigen.

Die Schiffe werden immer groesser –
die „ANNA OLDENDORFF“ taucht auf –
in ihren satten schwarz grauen Farben –
sieht sie wie neu gestrichen aus.

Die letzten Besen wer’n geschwungen –
vom Dampfer fliegt der letzte Dreck –
den schleppt sich nun so mancher Vater –
als Feuerbrennholz, in die Wohnung weg.

Moin moin, so rufe ich der Deckscrew zu –
Wo ist der Chief von diesem Schiffe –
damit ich mich bei ihm melden tu.

Oh, der ist in der Maschine –
teilt seine Crew zur Arbeit ein –
lass den Seesack man hier stehen –
und verschwinde im Maschinenschacht.

Ja,ich hoer sie schon von weitem –

die Hilfsmaschinen gross und klein –
ein lustiges Maschinenbrabbeln –
zeigt des Maschinisten Alltag an. –

ich reiss das Schott auf –
hier geht’s hinunter –
in die Unterwasserwelt -
und am Fahrstand –
hat sich die Mannschaft –
um den ’Ersten’ aufgestellt.

Am Handgriff rutsche ich hinunter –
der Chief schaut mit ‚nem boesen Blick –
und er zeigt mit seinem Finger –
doch ich tue – als verstehe ich nix.

Ich stell mich vor – ernickt und macht weiter –
teilt alle Kraefte zur Wache ein –
wünscht eine gute Zusammenarbeit –
und das niemand bricht sich Hals noch Bein.

Ich gehe Wache mit dem `Dritten`-
ein wundersamer Offizier –
von Geburt her ein Malaie –
spricht weder deutsch noch englisch er.

So geh ich dann auch seine Wache –
bis mir das auch schon balde stinkt –
fuehre Buecher und Journale –
weil ihm das von der Schrift her nicht gelingt.

Nun wird sich schnell noch eingerichtet –
die Plünnen muessen in den Spind –
denn bald schon geht es Richtung Osten –
da gehört jeder dann auf seinen Posten.

Der Schlepper ist da –
der Lotse an Bord –
der Maschinentelegraf klingelt –
wir wollen nun fort
der Wachhabende gibt das Kommando zurück –
langsam das Schiff vom Kai sich drückt –
die Leinen sind lose –
werden eingeholt –
der Maschinentelegraf klingelt –
vor und zurueck
langsame Fahrt, vor –STOP –
langsame Fahrt zurück.

Die Flaschen mit Pressluft –
werden ständig gefuellt –
sie bringen die Maschine zum leben –
und auf Befehl des Kapitaen –
kommt sie dann zum stehen.

Nun klingelt der Telegraf –
auf halbe Fahrt voraus –
aha nun geht es vorwaerts –
zur Weser geht’s hinaus .

Die Kraft der Maschine –
ein Henschel V-Motor –
schiebt die -ANNA OLDENDORFF-
zur See nun vor.

Mit voller Kraft –
fuer 2300 PS –
laeuft sie nach Nord-Osten –
in die Nordsee jetzt.

Fast 2000 BRT kann das Schiffchen schleppen –
Mit 90 m laenge brauch sie sich nicht zu verstecken –
13 m breite, fuer Holz gar nicht schlecht –
kommt sie mit ‚nem Tiefgang von 5,80 m zurecht.

Aber nun geht’s vorwaerts –
in die Nordsee hinein –
die Maschine arbeitet, ohne Rast und Ruh –
vorwaerts, vorwaerts –
es geht auf Norwegen zu.

Die See steigt hoeher –
der Wind nimmt zu –
wir wollen, so hoert man
durch die Schaeren fahren –
um schlecht Wetter zu ersparen.

Bei Trondheim – ungefaehr –
verlassen wir das Meer –
und fahren durch die Schaeren –
in ein wunderschoenes Revier.

Schmale Kanaele –
Berge aus Granit –
wunderschoene Haeuschen –
Fischerdoerfer gross und klein –
Ziehen vorueber und sind bald vorbei.

Unten in der Maschine –
gibt#s Arbeit zu hauf –
der Telegraf der Maschine –
geht runter und rauf.

Voraus die Maschine –
Ist ja wohl klar –
Mal langsam, mal voll –
So geht es voraus –
Auf einmal: ganz langsam –
Nanu, wat denn da nu los? –
Das Telefon klingelt –
Chief geht ran –
hoert sich gelassen alles an –
Gespraech zu ende –
Chief sagt nix –
Er feixt sich einen bevor er spricht –
In 10 Min. geht Maschine auf STOP –
Wir kaufen dann Fisch –
den brauch wohl der Koch –
denn es kommt heute Mittag –
Fisch auf den Tisch

2.Teil
Der Fisch war lecker
unser Koch ist gut
kein Schiff hat immer so´n
guten Smut

Nach ´nem guten essen
ist man recht müd –
weswegen es einen
zur Kammer hin zieht

Aber „ ei der daus“
wie kann es anders sein
der Telegraph lädt uns
zum arbeiten ein

Der Telegraph klingelt,
nun ist es soweit
„he“ Maschinisten, seit ihr bereit?

Bereit sind wir immer
Wir geben den Saft
Damit die Maschine
Euch vorwaerts schafft.

Aus eisernen Flaschen
rauscht kraftvoll die Luft
die die Kolben zum arbeiten ruft
ein zischen, ein droehnen, rattern
und Motorenlaerm
das ist Musik für Maschinisten
das hoeren sie gern

Nun geht es vorwaerts
erst mit halber Krafft
bis die mit voller Kraft
laufende Maschine
ins Weisse Meer uns schafft

Von hier nach Archangelsk ist’s
ja nicht mehr so weit.

Die Kola Halbinsel
lassen wir Steuerbord zurück
und schaffen den Rest
in einem Stueck,
ein paar Meilen noch
und dann ist es soweit
dann haben wir endlich
die Dwina erreicht.

Schon in der Mündung der Dwina
da sieht man nur Holz,
in maechtigen Stoessen
vereint zu Floessen

Auch die Dwina hinauf
an beiden Seiten
tut das Holz die Ufer verkleiden
und ganz oben
auf des Ufers Kamm
stehen kleine hoelzerne
Häuschen dann und wann

„Maschine Achtung “,
so klingelt es dann
wir fahren Manoever
und legen jetzt an.

Das Schiff ist fest
die Gangway ist dran
der Zoll an Bord mit alle Mann,
nun durchsucht die Gang das Schiff,
mustert genauestens
Gesicht für Gesicht.

Uns’re Beschützer, vom Grenzschutz
die stehen an Land
mit entschloss’nen Gesichtern
die MP’s in der Hand,
sie kontrollieren Seefahrtsbücher
fürs Vaterland

Aber Archangelsk, --was für eine Stadt
gebaut aus Holz so nach und nach
verschiedne Epochen, wie vom Winde verweht
wo an jeder Ecke ein Riesenaschenbecher steht.
Nur wo diese Behaelter aufgebaut
ist in dieser Stadt auch das rauchen erlaubt.
Die Bevoelkerung scharrt sich
um diese Plaetze, selbst in des Tages Arbeitshetze
und das ist wirklich angebracht
damit ein Feuer keinen Schaden macht.

…..und noch etwas habe ich geschaut
an vielen Tueren der Haeuser sind kleine
Sowjetsterne gebaut.
Das bedeutet…und das ist wahr….das ein
Mensch , der einmal hier wohnte
im grossen Krieg geblieben war

Dann, nach einer Woche
wurd Holz herbei geschafft
und es war geschnitten schon
das es in uns’re Raeume passt

Auf dem Kai, da sass ein Tallimann
und das war eine Frau
die zaehlte Stueck fuer Stueck vom Holz
immer ganz genau
und von der Besatzung direkt am Luk
da zählte einer nach,
damit die ganze Zaehlung dann,
nachher auch stimmen tat.

Bis unter die Bruecke lagen hoch
die Baumstaemme geladen
festgezurrt mit Ketten ja
und einem,staehlernen Haken.

Nun ging es wieder hinaus auf See
die tat schon auf uns warten
sie schaukelt uns
um Skandinavien herum
in den Bremer Hafen.

©Otmar Kierstein

Der Growler

Im Lichte funkelnd
kommt er daher
von der Stroemung getrieben
zieht er durch das Meer.

Von der Masse gespalten
ist er nun allein
vom Meere gehalten
Tag aus, Tag ein.

Als kalbender Gletscher
riesenhaft groß
schob es ihn ihn an die Kante
und er riss sich los

Er stuerzte ins Wasser
in riesigem Schwall
verdrängte Tonnen von Wasser
mit donnernden Knall.

Als stiller Riese zieht er dahin
gezogen von Stroemen
geschoben vom Wind,
leidet unter der Sonne
sie ist eine Qual
driftet in tobenden Stürmen
wohl um tausend mal

Das Wasser wird wärmer
von der Sonne erwärmt
der Riese wird kleiner
und wirkt schon verhärmt

Ja er war einst ein Riese
er ist's nun nicht mehr
hängt über dem Abgrund,
der Tiefe, im Meer

Er treibt unter dem Wasser
für die Schiffahrt Gefahr
so kann ein Schiff schnell versinken
weil keiner ihn sah

Der Growler kämpft tapfer, es wird um ihn still
wird selber zu Wasser, weil sein Schicksal es will.

©Otmar Kierstein

©Alfred-M
©Alfred-M

Den Rätselratern vom „FORUM SCHIFF+35“

Zur Überschrift will ich nur sagen
man darf beim rätseln nicht verzagen,
denn wer die Frage stellt,
der weis Bescheid,
für ihn ist es eine Kleinigkeit

Doch der, der die Antwort geben will
wird auf einmal blaß und still
Donnerkeil, denkt er beim lesen
wo ist das damals nur gewesen?

Mit dem Schiff war ich doch dort,
oh das war ein finstrer Ort
mit Felsen und mit Schiffes Resten
war die Einfahrt voll gewesen

Oh ich will verdammt doch sein
es fällt mir einfach nicht mehr ein
oh ja, dieser Fragesteller
ist ja ein besonders heller

Ich muß mir Hilfe holen ran
und schaue schnell ein Buch mir an
vielleicht -- auf den vielen Bildern --
tat schon jemand mal die Einfahrt schildern
und dann fällt mir obendrein
noch der Name des Hafens ein

Der Rätselrater ruft Neptun an
ob er ihm nicht helfen kann
doch Neptun mischt sich da nicht ein,
was bildet dieser Mensch sich ein

Bei „Forum Schiff“
macht es manchen Spaß
zu fragen, was man schon längst vergaß
welcher Hafen, fragt man da
und man zeigt ein Bild
was noch keiner sah

Oder man sagt erst garnicht viel
und nennt seine Fragen „Ratespiel“
und der olle Seemann,
in alten Tagen, tut er sich mit Rätseln plagen

Er soll raten auch dann und wann
Ist es „Wahr- oder Seemannsgarn“
Ja da sitzt der alte Mann
verzweifelt an seinem Schreibtisch dann

Denn wer dieses soll entscheiden
der ist niemals zu beneiden
die See hat soviel Garn gewunden
und der Seemann hats gesungen

Ob es nun eine Wahrheit ist
oder vom Frager eine List
ja das muß der Rater entscheiden
und ich werd ihn nicht beneiden

Von einem Schiff
die Indentität
sucht ein anderer, doch ziemlich spät
denn n muß sich doch schon sorgen
weil aus dem Schiff ein Oldtimer ist geworden
und der Reeder wird bestimmt schon denken
es nen Abwracker zu schenken.

Aber laßt euch von mir nun nicht verdrießen
tut eure Rätsei voll genießen
und ich wünsch Euch, wie man so schön sagt
allzeit gute Rätselart

©Otmar Kierstein

Eine Seehundsgeschichte

Was schaut da aus der See heraus?

Sieht doch wie ein Hundekopf aus,

dunkle Augen blicken umher,

scheinbar wundert der -hund sich sehr.

 

Er schaut - ob das was sich hier tut,

gefährlich ist oder für ihn gut,

lang streckt er seinen Kopf empor,

der Mund geht ihm fast bis ans Ohr.

 

Die Wellen,die ihn auf See begleiten,

die gibt es in fast allen Breiten,

schütteln ihn mal hin - mal her,

dem Seehund - scheints - gefällt das sehr.

So hat er'nen prima Überblick,

und insgesamt findet er das schick,

denn er sieht 'nen schicken Kahn,

unter vollen Segeln vorüber fahr'n.

Doch so ein tolles Abendteuer

ist dem Seehund nicht ganz geheuer,

in die Tiefe taucht er hinab

und frisst sich nun am Hering satt.

 

Sein schlanker Körper gleitet dahin,

der Schwanzschlag ihn nun vorwärts bringt.

Fahrt nimmt er auf - schnell geht es dahin,

wo seinesgleichen zu Hause sind.

 

Langsam wird das Wasser dunkel,

der Fisch ist schlecht zu seh'n hier unten,

nur ganz silbern glitzert das Heringskleid,

es ist das Silber des Meeres wie es heisst.

 

Ganz leicht kann der Seehund

den Hering fangen,

mit dem Maul

oder mit den Pranken.

 

Fährt der Seemann

oben auf seinen Kahn,

jagt den Fisch

Tage und gar Wochen lang,

da kann der Seehund doch nur lachen,

denn er braucht nur sein Maul aufzumachen,

und mit einem Prankenhieb

er sich die Fische in den Rachen schiebt.

 

Doch dunkel wird's nun tief im Meer,

und der Seehund sieht nichts mehr,

nun muß er geschwind dort hin

wo auch seine Verwandten sind.

 

Weil der Seehund

auch Robbe wird genannt,

liebt er das Familienleben,

das ist ja auch nicht unbekannt.

 

Seine Frau

die Robbilie,

wartet voll Spannung

schon auf ihn.

Die Kinder sind ganz versessen,

denn sie haben noch nichts gegessen,

voll Spannung warten sie auf den Papa,

hoffentlich ist er bald da.

Ach wann taucht er endlich auf

und kommt aus dem Wasser raus,

die vorverdauten Heringsbrocken,

werden uns zum Essen locken.

 

Ach da ist der Papa ja,

endlich ist er wieder da,

die ganze Robbenbande lacht:

"Papa,das hast du gut gemacht."

Auch die Robbenmama,

hat sich an ihren Schatz herangemacht,

sie ist froh - er ist wieder da,

wie schön für das Seehundliebespaar.

©Otmar Kierstein(Kümo)


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