© Wersi Verona

......bei den alleinige Gedichten ist das ©Copyright bei ©Otmar Kierstein.......Danke noch mals dafür.

Der Kanalhering

Der Hering der will mal ganz schnelle, von eine auf die and’re Stelle.
Dort wo er bisher zu Haus, gefaellts nicht mehr, er will hinaus.
Aus der Ostsee und Fehmarn Belt in die grosse weite Welt, via
Nordsee, du ahnst es schon, auf eine Atlantikposition.
Er tut einen Weg sich waehlen, um sich nicht zu sehr zu quaelen,
will nicht durch das Kattegat und auch nicht durch den Skagerak,
nein, so sagt er sich im stillen,
da werd ich zu matt, um Himmels-
willen,
will doch nicht auf der schönen Erden zu einem Ostsee –
Matjes werden.
Viele Schiffe mit grossem keuchen, ueber Holtenau entfleuchen,
ich werde nun ein solches tun und schwimmen ohne auszuruhn,
versteck mich unterm Frachterbauch oder an den Seiten auch.
Aber was ich nicht durchdacht,
die Menschen haben in ihrer Niedertracht,
ueberall Fallen angebracht
und mit Herings –
Geschwindigkeit, schwimm ich in das Netz hinein.
Oh, das hab ich nicht bedacht,
in Dosen werd ich nun eingemacht,
von Freiheit ist hier nichts zu spüren,
in so’ner Büchse kann man sich nicht rühren,
dann tut man uns noch in Senf oder Sahne stecken
na hoffentlich wird das allen schmecken
denn manche essen den Hering hier
auch eingemacht in Flaschenbier.

©Otmar Kierstein

....lecker Heringsfilets in Dose
....lecker Heringsfilets in Dose

Die See war immer, so erzaehl’n die Sagen,
in uralten Zeiten - und in unseren Tagen,
mal war sie stuermisch und mal ganz sinnig,
-viel geliebt-, mal heiss, - mal innig.

Viele Wesen lebten im Meer,
sie wurden gefangen mit Netz und Speer,
dort wo das Wasser am Strand auslief,
war’s oft nicht besonders tief.

Doch zum fangen in den tiefen Gruenden,
musste man das Schiff erfinden,
denn der Fang musste sich lohnen,
das brauch man hier wohl nicht betonen.

Mit so ein Schiff – ein Baumstamm mehr -.
fuhr man dann hinaus auf’s Meer,
und man versuchte ganz verwegen,
es mit Rudern zu bewegen.

Doch schon bald fuhr man mit Schwung,
mittels einer Besegelung,
und auch die Schiffe, welche klein –
sollten allmählich größer sein.

Es entstanden Schiffe aus Planken,
dem Erfinder woll’n wir danken,
der Beruf des Seemanns wurd erfunden,
die See begann man zu erkunden.

Ob mit Brigg oder Brigantine,
ob mit Schoner oder Bark
schneller, sicherer vor dem Winde,
trotzten sie dem Wetter stark.

Fuhren bald mit vielen Waren,
zum handeln in die Häfen ein
schnell wurde dann das Schiff entladen
und man lud neue Waren ein.

Auch Ewer oder Segellogger,
Hulk, Kogge und der Klipper gar,
segelten über Meerestiefen,
bis man fremde Länder sah.

Ob holzgebaute Küstensegler,
ob die stählernen Klipper gar,
segelten stolz vor dem Winde,
hin bis nach Amerika.

Nach Australien, China, Japan
Der Wind der trieb sie um die Welt,
tapfere Männer, die Könner auf See,
verdienten dort ihr bisschen Geld.

Doch die Welt haben sie gesehen
und träumten lange Zeit davon,
ihren Enkeln konnten sie erzählen,
wie schön es ist auf dieser Welt.

Doch dann kamen die Maschinen,
eingebaut ins Herz vom Schiff,
tief, noch unter der Wasserlinie,
taten sie nun ihre Pflicht.

Schoben die Schiffe über die Meere,
trotzen tapfer Sturm und Wind,
schneller noch als rasante Segler
dabei brauchten sie nicht mal den Wind.

Ein neuer Beruf wurde geboren,
wie es auf See und anderswo ist,
für die Maschine streng erzogen,
wurden sie stolzer Maschinist.

Ob Heizer oder Kohlentrimmer,
Motorenwärter, Reiniger,
mit großen Blasen an den Fingern,
sorgten sie für „Gute Fahrt“

Doch mit Öl getriebene Schiffe
lösten bald den Dampfer ab,
und riesige Schiffsmaschinen,
standen im Maschinenschacht.

Schneller mussten Maschinen werden,
immer schneller um die Welt
und so war man in wenigen Tagen
einmal um die Welt gefahren.

Immer größer wurden die Schiffe,
weniger die Besatzungsleut’
so geht es schon die letzten Jahre
und so geht es auch noch heut.

Große Kisten wurden erfunden,
die auf den Schiffen festgebunden,
beladen dann mit vielen Waren
wurden sie um die Welt gefahren.

Keine Zeit mehr für die Menschen,
keine Liegezeiten mehr,
nur noch fahren, fahren, fahren,
in keinem Hafen eine Liebste mehr.

Ja, so traurig ist das Seemannsleben
auf uns’rer Welt noch nie gewesen,
was macht der alte Fahrensmann,
schaut er sich dies mit Entsetzen an,
oder träumt er von der alten Zeit
als die See noch groß und weit,
wo man Wochen fuhr um die Welt,
in den Häfen vernaschte sein Geld,
mit so manchem Mägdelein
um auf den nächsten Hafen sich zu freun.

©Otmar Kierstein

In der mitte die Maschine -
Fauchend dreht sich die Turbine.

Heizer, schwarz, auf allen vieren
wischen, putzen, schmirgeln, schmieren.

Und der Chief - mit stillem Grauen -
sieht man auf die Tafeln schauen;
kummervoll und fast am Grab,
liest den Ölverbrauch er ab......
doch mit eisernem Gesicht
tut der Seemann seine Pflicht

©Otmar Kierstein

Noch`en Gedicht.

Nicht sich erhitzen – aber auch nicht frieren –
dafür tüchtig diskutieren –
darueber freuet sich ein Jeder –
der da fuehrt die Tintenfeder –
und auch –
wenn das Werk – das er begonnen –
von dem Leser angenommen.

Ob von weissen Uniformen –
oder – Loggerschlachtenormen –
ob von heftigen Orkanen –
oder Schiffen die ganz langsam fahren –
weil sie ganz achtern –
quasi als Gepaeck –
ein Netz zum Fang von Fischen schleppt.

Ob von strahlend weissen Schiffen
der Hobbyschreiber tut berichten –
und von dessen Kapitaen’
die in der Hand das Sektglas drehn –
und mit leichten Playboyschritten –
schöne Frauen zum Taenzchen bitten.

All diese Geschichten – leicht und locker –
haun uns manchmal schoen vom Hocker –
und nun – um nicht einzufrieren – heisst es –
„sachlich diskutieren“ –
denn das freut nicht nur den Schreibersmann –
sondern einen jeden – der lesen kann.

©Otmar Kierstein

"Warschau"

Achtung heißt es bei Gefahr
„Warschau“ sagt der Seemann da,
und er meint nicht die große Stadt,
die der Pole als Hauptstadt hat.

Kommt da etwas ganz von oben,
heißt es „Warschau“,
da kommt was angeflogen, oder
„Waaaarschau“ ganz schnell bücken,
Fiete –sonst hast du was im Rücken.

Mußt du „warschauen“,
von der Brücke aus,
schaust du bestimmt,
nach and’ren Schiffen aus,
von der Nok aus kannst du sie sichten
und so deinen Dienst verrichten.

Also:
Ob du an Deck bist oder an Land,
Hörst du „Waaarschau“,
mach dich lang
dann brauchst du spaeter
nicht zu toben
erwischt dich der Segen,#
welcher kommt von oben.

Wachst du im Krankenhaus
dann wieder auf,
und siehst in weis,
eine süsse Maus
dann musst dich vielleicht
wohl etwas plagen
bis es dir gelingt „Warschau“ zu sagen.

Denn mancher hat von seinem Bett
Sich eine Karbolmaus abgeschleppt.
ALSO :“Warschau“ immer – auch schon dort,
wo der Kranken liegeort.

„Warschau immer,
hier und dort,
an diesem und an jenem Ort,
drum hab ich drueber nachgedacht,
und diesen Reim für euch gemacht.

©Otmar Kierstein

Heuer

Seemann mit deinem Schiff
bleib fern einem jeden Riff
und meide stets die Bahn
vom Sturm und dem Orkan.

Kommst du gut im Hafen an,
geht’s in die nächste Kneipe dann,
wo fesche Maedels, ohne nix,
flirten mit dir, bis du spitz.

Verballerst dann deine ganze Heuer,
denn so’n Maedel
das ist teuer.

So ein Sekt kost 80 Märker
und dein Drank wird immer stärker
die Maedels können mächtig trinken,
da musst schon mal
mit 1000 winken.

Bist du endlich dann besoffen,
kannst du auf Liebe bald mal hoffen,
gehst mit deiner Hand der eisenharten,
nun langsam
auf Erkundungsfahrten.

Bist du noch so sehr besoffen,
so weißt du doch,
das Kleid ist unten offen
und mit freundlich zarten Fingern
sucht du nach bestimmten Dingern

Doch die Deern lacht dich nun aus,
nein mein Schatz, da wird nichts draus,
geht doch hier in der Kneipe nicht
und vielleicht noch auf dem Tisch.

Komm wir gehen zu mir nach Haus,
mein Schatz da zieh ich mich dann aus.
und du legst, das ist doch drin,
noch  mal 'n  1000 Markschein hin.

Da musst Hein Seemann eben,
doch noch einmal ueberlegen
„um die Olle durchzufegen  soll  ich  1000 Eier legen“?

„Nee da leg ich lieber dann,
mir’n Vorrat mit 1000 Flaschen an,
dann brauch ich auch nicht lange laufen,
um schöne Traeume mir zu kaufen.

Also Deer’n, mach vom Acker dich,
1000 Maerker gibt es nicht,
ich bin ja auch nicht so ein ganz neuer,
such mir halt ne neue Heuer.

Wenn das Geld bald alle ist,
heuert man ein neues Schiff
und man faehrt im Sturmgebraus
wieder mal auf’s Meer hinaus

©Otmar Kierstein

........die mit Seglern um die Welt gefahren,
denen Stuerme und See, Gefahren brachten
und sie zu harten Männern machten.

Blies der Wind bei La Chapelle Bank
oder war die See ganz blank
das war die Ruhe vor dem Storm,
der wurd bei Cap Horn jetzt grad gebor'n.

Es war gefahrenvoll - dort bei Cap Horn,
viele dort ihr Leben verlorn,
mögen sie mit Neptuns Segen,
auf dem Grunde des Meeres-ewig leben.

Doch die in Hamburg wieder angekommen,
die dem Sturme sind entkommen,
die das Schiff im Hafen festgemacht,
sich  freuen weil Sankt Pauli lacht,

Da wird die Nacht zum Tag gemacht,
solang das Geld in der Tasche lacht,
und so manchem hat
-ein schönes Weibchen -
in einer Nacht -
die vollen die Tasche leer gemacht,.

Ja, Seeleute -
nun war'n die Taschen leer
Schnaps und Weiber gabs nicht mehr
dann ging der Seemann
zum Heuerbaas
"Gib 'ne Heuer mir, du Aas"

Nun fuhr er wieder zur See hinaus,
der Sturm der tobte,
macht ihm nichts aus,

aus der alten Zeit ruft er euch zu -
ihr seid jetzt dran - ich hab meine Ruh -

Das Schiff vor dem Wind

Die Bark, die vom Winde hier getrieben
läßt sich in Richtung Süden schieben
die Nordsee will sie schnell verlassen
und den Kanal hinter sich lassen

Die Biskaya, sturmdurchtobt
wartet schon auf das große Boot
das ein Seemann, mit Verstand
einmal Segelschiff genannt

Die Bark, majestätisch schön
kann man schon von weiten sehn
ihre Masten zu den Sternen greifen
und mächtig an den Wolken reißen

Ihre Segel die sind voll gebläht
weil der Wind von achtern steht
und so läuft sie mit hoher Fahrt
weil der Kap'tain das gerne mag

Doch der Alte weis bescheid
die Biscaya ist nicht mehr weit
und die ist grad nicht sehr beliebt
weil sie manches Schiff
unter Wasser schiebt

Stärker arbeitet nun das Schiff
hoch empor reckt der Steven sich
bis er dann mit aller Macht
zurück in die Wellen kracht

Es zittert und stöhnt das ganze Schiff
vom Bug nach achtern peitscht die Gischt
bis ihre Gewalt
sich an den Aufbauten bricht

Doch der Käpt'n kennt sich aus
er nimmt Fahrt aus dem Schiff heraus
denn, damit ihm nicht die Masten brechen
läßt er schnell die Segel reffen

Kapitän und Mannschaft sind ein Team
die lang zusammen gefahren sin
von Hamburg bis zu den Kanaren
und weiter nach Japan sind sie gefahren

Ihre Arbeit – Hand in Hand
wenn der Wind nicht günstig stand
ging es doch oft um Schiff und Leben
wie das so ist-auf dem Meere eben

….und wenn nun die Biskaya tobt
hat der Seemann wohl so seine Not
aber er kennt sich aus mit den Gefahren
die in tobender See gegeben waren

Doch wenn der Wind endlich verebbt
werden die Wunden erst geleckt
neues Zeug wird angeschlagen
weil edliche Segel gerissen waren

Stolz hebt der Segler seine Back
weil er den Kampf gewonnen hat
neue Segel sind nun angeschlagen
im Kielwasser versinken die Gefahren

Wohl auf denn nun zu neuem tun
Seemann und Schiff können niemals ruh'n
denn legen sie im Hafen an
fängt die Ladungsarbeit an

Erst wenn das Schiff dann voll geladen
der Seemann klettert in die Takelage
Segelsetzen- das Schiff läuft aus
nun geht es endlich wieder nach Haus

©Otmar Kierstein


Datenschutzerkärung:

Datenschutz

Der Betreiber dieser Seite nimmt den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Ich behandel  Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung.

 Die Nutzung meiner Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf meinen Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder E-Mail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Ich weise darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Für die hier abgebildeten Stempel,Fotos und Kleinfilme,habe ich die persönliche Genehmigung von den jeweiligen

Eigentümer/in.Eine Vervielfältigung oder Verwendung der Fotos und Filme,ist ohne ausdrücklicher Zustimmung der Eigentümer/in und mir nicht gestattet.