.....diese alleinige Bilder stellte mir freundlicherweise ©Holger Gumz zur Verfügung

 

...nochmals,recht herzlichen Dank,Holger,für die wunderschönen seltenen Aufnahmen!

Salzreise auf einen Seitenfänger

Kurzgeschichte der Kieler Hochseefischerei Copyright by Holger Gumz

Vom Kohledampfer zum Vollfroster , die Geschichte der Kieler Hochseefischerei
Ostseehaefen waren fuer die Hochseefischerei eine denkbar schlechte Ausgangsbasis, weil die Wege zu den Fanggruenden zu lang waren.

Kiel entwickelten sich daher nur unter besonderen Umstaenden zu einem Hochseefischerei- Standort.

In Kiel waren nach dem Zweiten Weltkrieg die Fluechtlingsprobleme und die wirtschaftliche Not ausschlaggebend fuer die Gruendung der Fischerei. Durch den Zustrom von Fischern aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten gab es massenhaft Arbeitssuchende. 1948 begann man mit dem Aufbau einer Fischdampferflotte und dem Bau eines Fischereihafens. Trotz erheblicher Subventionen befand sich der Kieler Fischereihafen fast von Anfang an in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und wurde deswegen 1971 als Standort aufgegeben.

Am Anfand qualmte es maechtig im Fischereihafen und das war ein gutes Zeichen in den Jahren nach dem Kriege. Nach der Gruendung der Kieler Hochseefischerei 1948 wurde richtig reingeklotzt der FD Kiel, der FD Eckernfoerde und der FD Schlutup waren die ersten Fischdampfer-Neubauten. Kohlegefeuerte Schiffe, die am Seefischmarkt ihren Fisch anlandeten. Ausserdem landete sporadisch noch die "Ocean", die von den US-Amerikanern leihweise uebernommen war und fuer die Cuxhavener Hochseefischerei GmbH fuhr, sowie der FD Josef Bodden, die FD Neumuenster und die Rendsburg der Gemeinwirtschaftlichen Hochseefischerei GmbH (Bremerhaven) an.

Die zweite Generation der Fischdampfer (520 BRT) wurde 1950 in Dienst gestellt. Die "Schleswig", die "Ellerbek", die "Wellingdorf" und die "Flensburg" bunkerten zwar schon Oel statt Kohle, wurden aber noch von Dampfkraft angetrieben

1951 kamen bei der Reederei Schlienz-Hagemann fuenf Neubauten zum Einsatz:

FD Karl Schaller, FD Franz Holm, FD Walter Siemers, FD Walter Meissner und FD Rolf Hagemann.

1953 fusionierten die Reedereien Schlienz-Hagemann, die Hochseefischerei Kiel und Koellner & Pose zur Hochseefischerei Kiel GmbH. Die Eingebrachten FD erhielt Heimatverbundenen Namen "Eider", "Trave", "Schwentine", "Husum" und "Buesum".

Die dritte Generation seit 1955 in Fahrt, besass schon eine Kapazitaet von 650 BRT. Die "Laboe", die "Heikendorf", die "Holtenau", die "Gluecksburg" sowie die "Falckenstein" (die allerdings der Atlantischen Hochsee-Reederei Koch und Kehdenburg in

Hamburg  gehoerte) waren bereits als Motorschiffe konzipiert.

Mit der naechsten Baureihe (Heckfaenger), 920 BRT gross und ab 1960/61 in Fahrt, setzte sich eine technische Neuerung durch. Gute Kuehlverhaeltnisse an Bord machten die Schiffe zu so genannten Teilfrostern und gestatteten der Besatzung mehrwoechige Fangtoerns. Die "Kiel", die "Holstein" die "Luebeck" und die "Schleswig" ( man sieht es an der Namenswahl ) ersetzten bereits Schiffe der ersten und zweiten Generation.

1963/64 folgten die Frischfischjaeger "Eckernfoerde" und die "Flensburg" und ab 1964/65 die "Glueckstadt" und die "Husum" jeweils 690 BRT. Diese Schiffe brachten den Seeleuten spuerbare Erleichterung. Die schwere Handarbeit auf See wurde zusehends durch mechanische Hilfsmittel ersetzt.

1966 folgte schliesslich mit der "Fehmarn", einem 1.800 BRT grossen Vollfroster, der letzte Fischdampfer-Neubau fuer Kiel.

Die Stadt Kiel und das Land Schleswig Holstein beschlossen als Anteilseigner der HK, aus Kostengruenden und einer verfehlten Fischerei Politik den Fischereistandort Kiel aufzugeben. Personal das nicht mit nach Cuxhaven zog, wurden von der Stadt bzw. vom Land S-H auf qualitativ guten Arbeitsplaetzen untergebracht.

1971/72 wurden die fuenf aelteren Seitenfaenger abgewrackt, die uebrigen neun Schiffe an die "Nordsee" nach Cuxhaven verchartert.

©Holger Gumz

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